Fakten, Fakten, Fakten _ Corona und kein Ende in Sicht

Der heutige Montagsimpuls befasst sich mit Daten & Fakten rund um Corona.

Keine Sorge, wir werden nicht noch mehr davon liefern, als uns sowieso schon zur Verfügung stehen.

Verstehst du aber alle Zahlen und Daten, die du täglich hörst? Kannst du sie in eine praxisrelevante Relation setzen? Wo helfen sie dir in deinem Alltag?  Wo verwirren sie eher?

Und – am wichtigsten: Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus für dein eigenes Handeln? … Um gut durch diese anspruchsvollen Zeiten zu kommen und Teil der Lösung, nicht des Problems zu sein.

Habt eine gelingende Woche. Macht weiter – am besten heiter.

Euer
Andreas Philipp & das Postdigital Team

P.S.: Wenn du IOS 14.0 oder 14.1 hast, bitte Direktlink benutzen.

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Fakten, Fakten, Fakten _ Corona und kein Ende in Sicht

Dr. Andreas Philipp

https://www.philos-beratung.de/

4 Kommentare zu „Fakten, Fakten, Fakten _ Corona und kein Ende in Sicht

  • 25. Oktober 2020 um 19:31
    Permalink

    Aktuell sehe ich die Lage noch recht positiv, weil ich mir generell alle Zahlen anschaue, nicht nur die alarmistischen panikmachenden Schlagzeilen in googlenews überfliege. Ich bin da ganz auf einer Linie mit Prof. Streek, die Positivzahlen allein sagen zuwenig aus, man muss wissen, wieviele krank sind, wie die Krankenhauskapazitäten sind und die Opferzahlen, um die entsprechende Relationen ableiten zu können, und da stehen wir super da im Vergleich zum März:
    Trotz doppelter Positivzahlen nur ~1/9 der Opfer/Tag (- denn wir können nun viel besser behandeln, auch starben damals so manche an Fehlbehandlungen, zb zu frühes intubieren), nur ~1/3 Intensivbettenbelegung wie im März und damals hatten wir noch 2/3 davon frei, war die Lage gut, wir haben auch viel weniger Kranke;

    Wir haben über 8k freie Intensivbetten, nur 1300 aktuell belegt und über 12k zusätzliche Notfallintensivbetten, 150k freie Betten auf Normalstation, wir sind sehr gut aufgestellt, wie Dr. Gaß Anfang Oktober sagte. Ich selber halte unser Gesundheitssystem allgemein nicht für so gut nach all den Verschlimmbesserungen wie Fallpauschale, Kapazitätenabbau, ect, aber immer noch bedeutend besser wie die der meisten anderen Länder, gut ausreichend für die aktuelle Coronabewältigung.

    Probleme, die ich mit der Datenlage sehe: Die PCR Testung ist nicht genormt,nicht einheitlich, manche Labore nutzen nur 1, manche machen 2, unterschiedliche Probengrößen, verschiedene Tests unterschiedlicher Sensitivität/Spezifität, ect, und es wird nicht der CT-Wert ans RKI übermittelt- der gibt an, ob Positive infektiös sind, was wichtig zu wissen wäre. Ferner wird frei getestet, was eine recht niedrige Prävalenz mit daraus resultierenden mehr oder weniger stark steigenden falesepositve, man sollte ihn nur bei Menschen mit Symptomen oder in Risikozonen anwenden, so wie zu Beginn, oder zumindest 2 Tests vorschreiben. Neben der täglichen neuen Positivzahl solllte auch immer der Anteil möglicher falsepositive, Infektiöser, Intensivfälle, Krankenhausfälle, Todesfälle stehen- genauso wie neben einer Schuldenuhr auch eine Vermögensuhr stehen sollte 😉

    Inzidenz: Der Wert von 50 wurde damals einfach grob gesetzt, passte aber einigermaßen, was er jetzt nicht mehr tut aufgrund steigender Testung, der niedrigeren Positivrate und der veränderten Relationen zwischen Positivzahl-Kranke-Intensivpatienten-Tote;
    Kassenarztvereinigungsvorstand Gassen- wie auch andere Koryphäen wie Willich, Krause, etc – fordert deshalb schon länger eine Anpassung nach oben, sein Vorschlag ist 84- ich persönlich würde einen höheren dynamischen Wert in Relation zu den aktuellen Kapazitäten präferieren.

    Die zu niedrige Zahl wird von allen stark überschritten werden und so zu zusammengepuzzelten lockdowns mit nicht abschätzbaren Kollateralschäden führen- und das, obwohl die WHO ausdrücklich von lockdowns abrät, außer zum Schutz der Gesundheitssysteme, sollte eine Überlastung drohen.

    Pflegebreich: 80% aller Toten in Schweden kamen aus dem Pflegebereich, bei uns um 50%, die Schweden jedoch besserten seitdem stark nach, Todesraten wie 0 oder 1/Tag ist da aktuell normal, nicht aber Deutschland, vermutlich steht deshalb Schweden in der aktuellen Welle bei Opfer/100k Einwohner/Tag viel besser da wie wir, wir haben zuviel selbstgefälligen Stillstand, mangelnde Weiterentwicklung.

    Die Medien: Katastrophen verkaufen sich am besten, also sieht man nur überzogene Horromeldungen wie Positivzahlen, überschrittene Inzidenz, nationale Notstände, aufgebauschte Einzelfälle, es wird viel Angst und Panik verbreitet jeden Tag, was ungesund ist, fast keiner bringt die wichtigen positiven Nachrichten- n-tv und Nachdenkseiten gehören zu den wenigen Ausnahmen, google-news ist nur noch ein “Horrorkabinet”.
    Angst tötet- in den USA zb war 1/3 der Übersterblichkeit Opfer der Angst und Coronamaßnahmen, bei uns haben sich Herzinfarkte und Krebsvorstellungen in den Kliniken halbiert, viele Leute trauen sich nicht mehr zum Arzt.

    Die Leute brauchen Hoffung, nicht übertriebene krankmachende Dauerpanik, zu der es bei uns aktuell keinen Grund gibt.
    Angst vor den Coronazahlen habe ich keine, aber durchaus vor überzogenen politischen Schritten, denn die Mehrheit will aufgrund geschürter Panik härtere Maßnahmen und die Politik bedient oft Wählerstimmenverlangen. Neue Quasi-lockdowns, immer mehr Grundrechteeinschränkungen, immer mehr Gewalt

    – wie reagieren Bürger, wenn eine private “Miliz” Coronaauflagen kontrolliert? (geplanter Einsatz privater Sicherheitsdienste zur Polizeientlastung)
    Oder wenn ein Minister die sinnvolle gesetzliche Befristung seiner Corona-Sonderbefugnisse per Gesetz umgehen will, noch länger, noch mehr Sonderrechte, anstatt die Parlamente mehr einzubinden?
    Wenn die Leute sehen, das viele Vorschriften gesetzeswidrig/überzogen sind, über 60 wurden schon per Gericht gekippt, von Demoverboten über Beherbungsverboten bis hin zur Sperrstunde oder Alkoholverboten. Die Unlogik so mancher Vorschrift wie diverse Reiseverbote.
    Ein Teil nimmt all dies war, andere nicht, die Gesellschaft wird in 2 Lager gespalten, immer agressiver, immer intoleranter, keine Grautöne mehr im gegeneinander, eine Simplifizierung des Themas, das ist das, was mir Angst macht, aber das sind alles Dinge, die zum Glück politisch lösbar sind, deshalb können wir positiv und angstbefreit in die Zukunft blicken, auch weil wir Leute haben wie Streek, Gassen, Reinhardt, Püschel, Pürner, Antes, ect, auch umstrittene wie zb Bhakti, Wodarg sind wichtige Gegengewichte für einen ausgeglichenen, guten wissenschaftlichen Diskurs als Berater vorausschauender Politik.

    Antworten
    • 26. Oktober 2020 um 7:27
      Permalink

      Klasse Kommentar, lieber Christoph.

      DANKE – für diese hochwertige Stellungnahme.

      So geht Aufklärung.

      Mit Ihnen verbunden
      Andreas

      Antworten
  • 31. Oktober 2020 um 17:22
    Permalink

    lieber Andreas,

    ich hab mir deinen letzten Wochenimpuls angehört und bekam den Impuls, dir etwas darauf zu antworten.

    Du sprichst ja sehr konkret von verschiedenen Zahlen, die ja häufig als Fakten angesehen werden und sagst auch, damit sollte man sich vertraut machen, um sich überhaupt ein eigenes Urteil bilden zu können. Soweit – so gut. Zahlen sind in vielen Fällen als Fakten zu sehen, deshalb (Siehe youtube-Video von Daniele Ganser zu Corona) sind wir zu gerne bereit, ihnen dieses generell zuzusprechen. Aber während unser Geburtsdatum oder die Zahl unserer Kinder durchaus ein Faktum darstellen, werden viele Zahlen erst in Relation zu anderen aussagekräftig. Und da gibt es gerade im aktuellen Corona-Spektakel unsägliche Geschichten, Zahlen ohne Bezug oder eben gerade mit dem Bezug zu verwenden, ein Katastrophenszenario herauf zu beschwören. Ich hab dir hier mal den Vortrag einer Gymnasiastin(?) verlinkt, der sehr sehenswert ist, weil er chronologisch die Entstehungsgeschichte von Corona beschreibt und vor allem auch den PCR-Test erklärt – was er kann und was er nicht kann. https://www.facebook.com/christiane.muller.587606/videos/1307962472880013

    Allein die Fixierung auf die täglich in den Medien breitgetretene Anzahl der “Neuinfektionen” ist absolut irreführend, weil sie nicht in Bezug gesetzt wird zu tatsächlich Erkrankten bzw. Hospitalisierten oder der Anzahl der Menschen auf der Intensivstation. “Neuinfektionen” aufgrund des PCR-Tests, der Gen-Schnipsel messen soll, ist nach obigem Vortrag höchst zweifelhaft – und heißt noch lange nicht erkrankt mit Symptomen – geschweige denn ein Fall für die Intensivstation. Diese Zahlen kann man z.B. auf Statista.de erfahren und sie zeigen, daß zur Zeit überhaupt kein dementsprechendes Krankheitsgeschehen vorhanden ist, im Moment überwiegen bei weitem die Schnupfenviren (Rhino-Viren). In vielen Berichten wird die Anzahl der (angeblich) positiv getesteten tatsächlich mit “neue Fälle” betitelt, was Ärzte scharf kritisieren, weil ein “Fall” erst ein Mensch eben mit Symptomen ist. Das sind nur ein paar Beobachtungen im Bereich der pandemischen Zahlenflut, die uns Panik-schürend um die Ohren gehauen wird.

    Hier eine kleine In-Bezug-Setzung von Zahlen – in dem Video weiter auch der Deutsch-Amerikanische Anwalt Dr. Fuellmich, der in USA dabei ist, Sammelklage zu erheben:

    https://www.youtube.com/watch?v=AA1XSborrvA&feature=share&fbclid=IwAR16ZwcDc6-es4y2SPaTYQbMkGz5GzwBWZaNyINAgIXwyURlZa9F0tZJWnQ

    …und ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Rede im Bundestag von einem Afd-Mitglied gut finden könnte, aber die folgende bringt es schon auf den Punkt:

    https://www.youtube.com/watch?v=zWzwOGwmskc&feature=youtu.be&fbclid=IwAR1TahBsjdJ0PnWhflSIYAfiVyfN0f-dfCQblGxVQ3hBNlfiFV1BdloCbGk

    …zuletzt aber was lustiges – etwas, wie ich finde, sehr sehenswertes:

    https://www.facebook.com/bine.holler.1/videos/340072567447700

    grüße dich ganz herzlich, Wolfgang

    Antworten
    • 3. November 2020 um 9:31
      Permalink

      Lieber Wolfgang,

      danke für Deine bereichernde Sichtweise.
      Gerade jetzt wird es immer wichtiger, sich aus unterschiedlichen, hochwertigen Quellen seine eigene Meinung zu bilden. … und offen zu bleiben für konträre Sichten.
      Wenn wir in der Redestockrunde sitzen, Wolfgang, dann tun wir das: Wir hören dem anderen zu, verbinden uns mit seinem Herzen und versuchen zu einem höheren gemeinsamen Ganzen zu kommen. Das heilt die Welt.

      Mit Dir verbunden, Wolfgang.

      Schön, dass es Dich gibt!
      Andreas

      Antworten

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